Welche Relevanz hat die Digitale Transformation?

Alle sprechen von der Digitalen Transformation, aber ist das auch in Zukunft ein relevantes Thema, oder nur die nächste „Marketingsau“ die durch das Dorf getrieben wird? Ist es tatsächlich so, dass sich Unternehmen mit dem Thema beschäftigen?

(Nicht)Adaption der Digitalen Transformation

Laut einer Untersuchung der Altimeter Group „The 2014 State of Digital Transformation“ befassen sich bereits 88% der Unternehmen mit der Digitalen Transformation. Nur für 10% ist es kein Thema (und die verbliebenen 2% wissen es nicht).

MIT Sloan hat in einer branchenübergreifenden Befragung „Embracing Digital Technology“ von 1559 Managern festgestellt, dass 78% der befragten Personen denken, dass die Digitale Transformation innerhalb der nächsten zwei Jahre ausschlaggebend für den Unternehmenserfolg sein wird.

Aus diesen Untersuchungen ließe sich ableiten, dass die Unternehmen verstanden haben, dass sie keinem kurzfristigen Trend folgen, sondern es sich um eine überlebenswichtige Strategie handelt. Tatsächlich gibt es aber auch Zahlen, die das Gegenteil vermuten lassen.

Eine Befragung von Arthur D. Little zeigt, dass 80% der Unternehmen bei der Digitalen Transformation lediglich reagieren, aber nicht selber gestalten. Das spricht gegen einen strategischen Ansatz bei diesen Unternehmen.

Laut einer Untersuchung von Forrester Research für Accenture „Digital Transformation in the Age of the Customer“ denken nur 5% der Unternehmen, dass sie in der Digitalisierung bereits so fortgeschritten sind, dass sie sich damit von ihren Wettbewerbern differenzieren können. Wenn man es positiv betrachtet, kann man sagen, dass 95% der Unternehmen erkannt haben, dass sie noch Verbesserungspotential haben. Man könnte aber auch sagen diese 95% haben noch nicht die ausreichende Priorität darauf gelegt die Digitale Transformation voran zu treiben.

Warum erkennen Unternehmen auf der einen Seite so deutlich, wie wichtig die Digitale Transformation für den Erfolg in der Zukunft ist, aber setzen diese Strategie nicht konsequent um?

Meiner Meinung nach spielt dabei die Unsicherheit darüber eine Rolle welche Elemente tatsächlich für die Digitale Transformation relevant sind, wie ich in meinem letzten Blog Post bereits beschrieben hatte. In meinen nächsten Beiträgen werde ich darauf näher eingehen.

 

 

Elemente der Digitalen Transformation

In meinem letzten Blog Post „Digitale Transformation – Was ist das“ habe ich einige Definitionen der Digitalen Transformation von Analysten und Beratungshäusern vorgestellt. Dabei ist es deutlich geworden, dass es nicht „die“ Definition gibt, sondern dass verschiedene Elemente genannt werden, die die Digitale Transformation ausmachen (sollen). Wenn man sich diese und die vielen andere Definitionen ansieht, erkennt man die Möglichkeit der Clusterung von Elementen:

Nutzung Digitaler Technologien:

Das ist offensichtlich. Ohne digitale Technologien kann es keine digitale Transformation geben. Diesen Punkt hatte ich bereits in meinem Posting „Voraussetzungen für digitale Transformation“ als ersten Schritt auf dem Weg genannt. Digitale Technologien werden eingesetzt um digitale Informationen zu  finden, zu erstellen, zu analysieren, zu verarbeiten und zu kommunizieren. Dazu gehört Big Data, Social Media, Webseiten, mobile Kommunikation, WebApps usw. Dabei ist es wichtig festzustellen, dass diese Technologien nicht nur nach außen, also im Frontend, eingesetzt werden, sondern auch innerhalb von Unternehmen, also im Backend.

Veränderung der Geschäftsmodelle:

Durch die digitalen Technologien werden neue Geschäftsmodelle möglich, die etablierten Anbietern nicht nur Marktanteile streitig machen, sondern diese sogar auch dem Markt verdrängen können. Dazu gibt es einige Beispiele. Uber verändert die Taxibranche. Das Unternehmen ist mit über 70 Mrd USD bewertet, obwohl es kein eigenes Auto besitzt. airbnb vermittelt Zimmer, Wohnungen und Häuser, ohne selber Immobilien zu besitzen und ist zu einer ernst zu nehmenden Bedrohung für die Hotelbranche geworden. Das Unternehmen wird am Markt mit über 25 Mrd USD bewertet. Hello Fresh aus Deutschland versorgt Verbraucher mit Rezepten und Zutaten zum Kochen, besitzt aber selber keine Geschäfte. Die Bewertung für das Unternehmen liegt bei über 2,5 Mrd Euro. Sogar die Automobilbranche bleibt von diesen Veränderungen nicht verschont. Durch die Entwicklung von selbstfahrenden Autos machen Branchenfremde Unternehmen wie Google und Apple auch etablierten Unternehmen wie VW, Audi, BMW usw. Konkurrenz.

Customer Experience:

Eigentlich ist es nichts neues, dass die Kunden eine herausragende Erfahrung in der Interaktion mit „ihrem“ Unternehmen haben sollten, um sie an das Unternehmen zu binden. Je mehr Konkurrenz in einem Markt vorhanden ist, desto wichtiger ist (und war) diese positive Kundenbeziehung. Je weniger Konkurrenz und Transparenz desto weniger mussten Unternehmen in die Kundenbeziehung investieren.

Durch die Nutzung digitaler Technologien haben die Kunden aber heute eine wesentlich stärkere Transparenz über die Angebote und Verfügbarkeit von Lieferanten, sowie deren Bewertung. Dazu kommt durch die Digitalisierung eine wachsende Anzahl von Touchpoints, also Berührungspunkten mit einer Marke und somit die Chancen, aber auch Gefahren die sich daraus ergeben. Dazu gehören die verschiedenen Social Media Kanäle, Bewertungswebseiten, Blogs, Unternehmenswebseiten usw. Aber auch die „analogen“ Touchpoints dürfen nicht vernachlässigt werden. Der Besuch im Geschäft, der Anruf im Servicecenter oder die Printanzeige die geschaltet wird. Die Koordination all dieser Touchpoints um überall die passenden Informationen zur Verfügung zu stellen und zwar vernetzt ohne Datensilos, macht die Aufgabe so kompliziert. Wenn der Call Center Agent nicht weiß, dass der Kunde sich schon einmal per Twitter über sein gekauftes Produkt beschwert hat, wird er dem Anrufer keine gute Experience liefern können.

Die disruptiven Unternehmen, die derzeit die Branchen durcheinander bringen haben es auf Grund ihres „digital first“ Ansatz einfacher. Sie haben sich von Anfang an auf die digitalen Kanäle konzentriert, also Ihre Dienstleistungen nur per Mobile App oder über ihre Webseite angeboten. Informationen waren digital verfügbar und konnten entsprechend im Unternehmen verteilt werden.

Prozesse:

Offensichtlich bedingt eine Veränderung von Geschäftsmodellen, der Einsatz neuer Technologien und die Schaffung von nicht-isolierter Customer Experience an allen Touch Points der Customer Journey auch eine Anpassung, beziehungsweise Neuerstellung von Prozessen. Die Prozesse ermöglichen erst das Zusammenspiel der verschiedenen Systeme und handelnden Personen.

Personen:

Die Digitale Transformation wird nur gelingen, wenn die Mitarbeiter im Unternehmen diese mittragen. Denn trotz des vermehrten Einsatzes von Digitalen Technologien wird es natürlich auch weiterhin Interaktionen auf persönlicher Ebene geben. Sei es im Shop oder im Call Center oder auf einer Messe. Aber auch bei den digitalen Interaktionen wie der Webseite, Social Media, e-mail Marketing usw. sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter unerlässlich, denn auch diese Interaktionen benötigen Content der erstellt, Prozesse die gemanaged und Systeme die gesteuert werden müssen.

Daten:

Es hat mich überrascht, dass ich diesen Punkt in keiner der in meinem letzten Blog Post genannten Definitionen explizit gefunden habe. Ohne die sinnvolle Erfassung und Nutzung von Daten ist eine Digitale Transformation nicht möglich. Die Daten liefern Unternehmen die notwendigen Informationen, um neue Geschäftsmodell aufzubauen und die notwendige Customer Experience zu kreieren. Ich muss wissen, wer meine Kunden sind, wonach sie suchen, woher sie kommen, wohin sie gehen, welche Kanäle sie nutzen, was sie gekauft haben, welche Probleme sie haben, worauf sie reagieren usw. Big Data ist der Schlüssel zur Differenzierung in der Zukunft.

Digitale Transformation – Was ist das?

Digitalen Transformation als Zielzustand?

In  meinem Posting „Elemente der Digitalen Transformation“ hatte ich beschrieben, dass der digitalen Transformation die Digitalisierung, Automatisierung und Integration vorausgehen müssen. Ist die Digitale Transformation dann also das eine Ziel, das es zu erreichen gilt, um fortan als Unternehmen erfolgreich sein zu können? Meiner Ansicht nach nicht.

Die Digitale Transformation ist immer nur ein temporärer Zustand und nicht das Ziel.

Die zunehmende Innovationsgeschwindigkeit zwingt Unternehmen sich immer weiter zu entwickeln, wenn sie am Markt überleben wollen.

Definitionen der Digitalen Transformation

Die Definitionen zur Digitalen Transformation variieren zum Teil recht deutlich. Die Mehrzahl der Definitionen ist auf Englisch. Ich habe diese im Original belassen.

Studie Die digitale Transformation der Industrie von Roland Berger Strategy Consultants im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI): Digitale Transformation verstehen wir als durchgängige Vernetzung aller Wirtschaftsbereiche und als Anpassung der Akteure an die neuen Gegebenheiten der digitalen Ökonomie. Entscheidungen in vernetzten Systemen umfassen Datenaustausch und -analyse, Berechnung und Bewertung von Optionen sowie Initiierung von Handlungen und Einleitung von Konsequenzen.

Report The State of Digital Transformation der Altimeter Group: The realignment of, or new investment in, technology and business models to more effectively engage digital customers at every touchpoint in the customer experience lifecycle.“

Blog Post What is digital transformation, really? von Greg Verdino :Digital transformation closes the gap between what digital customers already expect and what analog businesses actually deliver.“

Report: The Elements of Business Architecture for Digital Transformation von Contellation Research: Digital transformation is defined as methodology in which organizations transform and create new business models and culture with digital technologies.“

Research: 2013 Digital Transformation Global Executive Study and Research Project von MIT Sloan und Gapgemini Consult: The use of new digital technologies (social media, mobile, analytics or embedded devices) to enable major business improvements (such as enhancing customer experience, streamlining operations or creating new business models)“ 

Studie: Digitale Transformation in der Schweiz 2014 von KPMG „Der Begriff ‚Digitale Transformation‘ steht für eine kontinuierliche Veränderung der Geschäftsmodelle, der Betriebsprozesse sowie der Kundeninteraktion im Zusammenhang mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien.“

Research: Digital Transformation In The Age Of The Customer von Accenture und Forrester Research „The customer experience is at the heart of digital transformation. With customers in the driver’s seat of their interactions with brands, businesses must create positive and relevant customer experiences across channels and touchpoints. As a result, digital development and customer experience improvement are two key priorities for businesses“

Blog Post: Frictionless enterprise: the goal of digital transformation von Phil Wainewright von Diginomica „The proper goal of digital transformation is not to swap out technologies or adopt new models of engagement, it is reinvention of the enterprise itself“

Die einzelnen Elemente der verschiedenen Definitionen variieren, aber das Ziel der Digitalen Transformation wird deutlich. Es geht darum, wie sich Unternehmen kontinuierlich anpassen müssen, um auch in Zukunft erfolgreich sein zu können. Wer sich nicht anpasst wird vom Markt verschwinden.

In meinen nächsten Blogposts werde ich mich detaillierter mit den verschiedenen Elementen der Digitalen Transformation beschäftigen.

Auf dem Weg zur perfekten Customer Experience

Das B2B Portal von marconomy hat im Januar meinen Artikel zum Thema Customer Experience veröffentlicht: Mehr PS durch CMS: Integrationsstarkes Content Management als Motor für die Kundenansprache

Customer Experience betrifft die gesamte Customer Journey

Um eine durchgehend gute Kundenerfahrung (Customer Experience) an allen Touch Points der Customer Journey realisieren zu können, bedarf es einer durchgehend positiven Kundenerfahrung an allen Touchpoints und in allen Kanälen. Platte Werbung, unspezifische Ansprachen und „langweilige“ Kommunikation im Digitalen Marketing sorgen für das Gegenteil.

Aus diesem Grund wird Content Marketing immer wichtiger. So liegen die Konversionsraten von Webseiten mit sachlichen Inhalten nach nach Analysen der Aberdeen Group sechs Mal höher als bei Webseiten mit werbenden Produktinformationen. Laut Content Marketing Institut bevorzugen acht von zehn Entscheidungsträgern im B2B-Umfeld  zudem Informationen in Form von Fachartikeln gegenüber reiner Werbung. Aus den Zahlen aus meiner täglichen Praxis ergibt sich, dass Kontakte, die über Inbound-Maßnahmen gewonnen wurden, sich zehn Mal häufiger zu qualifizierten Leads konvertieren lassen als Kontakte, die über Bannerwerbung gewonnen wurden.

Mit dem Einsatz eines geeigneten Content Management Systems (CMS) erhalten die Mitarbeiter eines Unternehmens die notwendigen Werkzeuge an die Hand um Content so zu erstellen, zu managen und zu veröffentlichen, dass die notwendige Customer Experience an allen Touch Points der Customer Journey realisiert werden kann. Im Idealfall lässt sich das CMS zur einer Customer Experience Engine erweitern,  indem weitere Tools und Systeme integriert werden, wie z.B. Marketingautomatisierungstools, E-Commerce-Systeme, Analysemöglichkeiten, Social Media Erweiterungen und Community Management.

Voraussetzungen für digitale Transformation

Um über die Digitale Transformation diskutieren zu können, macht es natürlich Sinn, den Begriff zunächst zu definieren. Leider ist das nicht so einfach. Nicht, weil es keine Definition gibt, sondern weil es so viele verschiedene Definitionen gibt.

Ich fange mal damit an, was Digitale Transformation nicht ist. Als ich letztes Jahr für einen Vortrag auf der Rethink! MAD Minds 2015 Konferenz in Berlin für meinen Vortrag „Digitale Transformation erfolgreich gestalten“ nach Aussagen zur Digitalen Transformation gesucht habe, bin ich über einen Blog gestolpert, in dem der Geschäftsführer eines Mittelständischen Unternehmens geschrieben hat, dass er den ganzen Trubel nicht versteht. Sein Unternehmen ist schon seit 5 Jahren digital transformiert, denn zu dem Zeitpunkt hatten sie bereits alle Dokumente eingescannt, also digitalisiert.

Interessanter Ansatz, aber leider meilenweit vorbei. Diese Digitalisierung ist zwar ein notwendiger Aspekt, aber doch nur ein erster Schritt auf einem langen Weg.

Damit ein Unternehmen überhaupt in die Lage versetzt wird, sich  sich digital zu transformieren zu können, müssen zunächst einige Voraussetzungen erfüllt werden.

1. Digitalisierung

Daten und Informationen müssen im Unternehmen digital verfügbar sein. Das bedeutet nicht (nur) Dokumente einzuscannen, sondern Daten direkt digital zu erfassen. Da heute kein Unternehmen mehr ohne Computer arbeitet, ist das grundsätzlich kein Problem. Aber das bedeutet auch, dass diese Daten verfügbar gemacht werden müssen.

Eine lokale Speicherung auf der Festplatte des Mitarbeiters, der gerade ein Angebot per eMail verschickt hat, erfüllt dieses Ziel sicher nicht. Das Hinterlegen des Angebotes und der eMail im CRM System hingegen ist der richtige Weg. Ähnlich verhält es sich mit mit dem Mitarbeiter im Call Center. Wenn er einen Beschwerdeanruf bearbeitet hat, muss die Information über das Gespräch und den Gesprächspartner zentral verfügbar abgelegt werden. Auch hier könnte das CRM das System der Wahl sein. Aber digitale Informationen werden in Unternehmen auch in einer Vielzahl anderer Systeme abgelegt. Im Warenwirtschafssystem, dem e-Mailmarketingsystem, der Lizenzdatenbank, dem Portalserver, der Community usw.

2. Integration und Automatisierung

Wenn Daten und Informationen in digitaler Form vorliegen, kann der nächste Schritt auf dem Weg zur Digitalen Transformation erfolgen. Durch die Integration der im Unternehmen vorhandenen Systeme in eine zentrale Plattform können diese für alle relevanten Systeme und Personen verfügbar gemacht und Informationen automatisiert verarbeitet werden.

Warum ist die Automatisierung ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur Digitalen Transformation eines Unternehmens? Weil es erst jetzt möglich wird, die Vielzahl an vorhandenen Informationen so nutzen zu können, dass bessere Entscheidungen getroffen und diese automatisiert und effizient umgesetzt werden können. Nur Automatisierung skaliert!

Ein Beispiel. Jedes Unternehmen hat Kundendaten, die an jedem Touch Point der Customer Journey gesammelt worden sind. Nur leider sind diese Informationen nicht für alle relevanten Bereiche verfügbar, wenn die Systeme nicht integriert sind. Die Information welche Werbemail ein Interessent erhalten hat, was er gekauft hat, welche Fragen er dem Call Center zum Produkt gestellt hat sind auch wichtig für z.B. die Retention. Wenn ich weiß, welche Probleme es gab und womit, kann ich diese Person natürlich viel besser und zwar proaktiv ansprechen und im Optimalfall kommt es dann erst gar nicht zu der Notwendigkeit diesen Kunden zum Bleiben überzeugen zu müssen.

Durch die Nutzung von automatisierten Systemen kann ich nicht nur für Kundenzufriedenheit sorgen, sondern auch zusätzlichen Umsatz generieren. Ich kann automatisch eMails auf Basis der Bewegungsmuster des Kunden auf der Unternehmenswebseite, oder den Reaktionen auf vorangegangene Mails (öffen der Mail, click eines Links, ingorieren der Mail,…), oder auf Basis seines Profils aus einer statistischen Analyse von Kundendaten versenden und dann wieder automatisiert auf Basis seiner Reaktion reagieren. Eine darauf basierende Personalisierung der Ansprache und des Angebotes sorgt für deutlich mehr Conversions und damit Kampagnenerfolg. Aber das funktioniert auf Grund der Komplexität und der Menge an Daten nur noch automatisiert

Integration und Automatisierung führen also zu einer verbesserten Customer Experience (CX) und diese ist ein wesentliches Element der Digitalen Transformation

3. Das Ziel: Die Digitale Transformation

Wie bereits einleitend angemerkt, gibt es hier eine Vielzahl von Definitionen. In meinem nächsten Blogpost werde ich auf diese eingehen.

 

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Schritte auf dem Weg zur Digitalen Transformation

 

Strategische Marketingthemen 2016 – Digitale Transformation, Customer Experience, Transparenz

Wie in jedem Jahr wird zu dieser Zeit wieder die Frage diskutiert, was denn die relevanten Themen sind, mit denen Marketing sich aus einer strategischen Sicht heraus beschäftigen muss, um die Unternehmensziele zu unterstützen. Natürlich ist es nicht möglich diese Frage pauschal zu beantworten, da sie natürlich von der Unternehmensstrategie abhängt, die wiederum abhängig ist von vielen weiteren Faktoren wie Industriesektor, B2B, B2C, Kunden usw. ist. Aber es gibt natürlich immer einige Themen die eine entsprechende Relevanz haben, unabhängig vom Unternehmen oder der Branche. Für mich gibt es für 2016 (und vermutlich auch darüber hinaus) drei Themen, die eng miteinander zusammen hängen und auch keine ganz neuen Themen sind, was aber deren Relevanz nicht mindert.

Digitale Transformation, Customer Experience und Transparenz im Marketing

Für die Entwicklung einer erfolgreichen Marketingstrategie und den darunter liegenden Taktiken habe ich für mich den Fokus in meiner Planung auf Digitale Transformation, Customer Experience Management und die Schaffung von Transparenz gelegt. Dazu gehören aber natürlich auch verwandte Themen wie Big Data, Industrie 4.0 usw. Auf diese werde ich an geeigneter Stelle eingehen.

Digitale Transformation

Die Digitale Transformation ist als „Überthema“ relevant, da sie bereits jetzt wesentlichen Einfluss auf viele Wirtschaftsbereiche genommen hat. Die bekanten Beispiele sind Uber und AirBnB, die mit ihrem digital first Ansatz Unternehmen ihre Branchen gnadenlos „disrupted“ haben indem sie alle Regeln gebrochen haben die bis dahin gegolten haben. Aber auch in allen anderen Branchen werden neue Geschäftsmodelle entstehen, und das ist das ultimative Resultat der Digitalen Transformation, die den bestehend Markt komplett durcheinander wirbeln. Die Unternehmen die sich nicht anpassen werden nicht überleben.

Customer Experience Management

Customer Experience sehe ich als Teilthema der Digitalen Transformation, aber es ist so wichtig, dass es separat betrachtet werden muss. Durch die Möglichkeiten die im Rahmen der Digitalen Transformation entstehen, können und müssen Unternehmen ihren Kunden und Interessenten eine zielgerichtete Interaktion ermöglichen, d.h. „one size fits all“ in der Kommunikation funktioniert schon lange nicht mehr. Individualisierte und relevante Kommunikation und darauf basierendes Engagement mit den Kunden und Interessenten ist das notwendige Ziel. Egal über welchen Kanal. Hier kommt übrigens auch Big Data ins Spiel, den Daten sind unabdingbar für eine gute Customer Experience, aber aus meiner Sicht „nur“ als technischer Enabler.

Transparenz

Die beiden beschriebenen Themen ermöglich dem Marketing geniale neue Möglichkeiten mit den Kunden zu interagieren und dem Marketing durch die Digitalisierung  neue Möglichkeiten des „Arbeitens“ zu schaffen, aber auch und das ist aus meiner Sicht mindestens ebenso wichtig, die durch die Digitalisierung des Marketings mögliche Messbarkeit und damit Transparenz. Die Berechnung von Return on Investment (ROI) und Darstellung von Key Performance Indicators (KPI) sollte daher ein Ziel jedes Marketingverantwortlichen sein. Mit diesen Kennzahlen kann das Marketing die Zielerreichung, den geschaffenen Ergebnisbeitrag und die damit verbundenen Kosten auch gegenüber anderen Bereichen und der Geschäftsführung aufzuzeigen und noch mehr in Richtung „Science“ und weg von „Art“ zu kommen wo Marketing leider noch vielfach gesehen wird.

 

Die Digitale Transformation verschafft dem Marketing also neue Möglichkeiten und neue Relevanz. Darüber werde ich in den nächsten Beiträgen schreiben.

 

 

 

Ein neues Jahr ein neuer Blog?

fireworksAuch wenn es laut Datum danach aussehen mag, dass dieser Blog „nur“ ein Vorsatz für das neue Jahr sein soll, ist es nicht so. Nicht nur jedenfalls. Ich hatte mir schon einige Male vorgenommen, meinen eigenen Marketing Blog zu schreiben, habe aber bisher noch nicht die Zeit gehabt. Glücklicherweise waren die Urlaubstage nach Weihnachten in diesem Jahr nicht bereits komplett verplant und ich habe die Gelegenheit genutzt und einen Anfang gemacht.

Ich freue mich auf rege Diskussionen, gerne auch kritische Kommentare und Verbesserungsvorschläge. Marketing ist nicht nur „Science“, sondern manchmal auch „Art“ und darum wird es oftmals mehr als nur eine Meinung geben.

Für wen ist dieser Blog interessant? Eigentlich für jeden, der sich für Marketing aus einem eher strategischen, managementorientierten Blickwinkel interessiert. Egal welche Branche, B2B oder B2C.

Aber warum noch ein Blog zum Thema Marketing? Berechtigte Frage. Es sind bereits eine Menge interessanter und wertvoller Informationen verfügbar. Leider sind diese nicht immer einfach zu finden. Darüber hinaus habe ich festgestellt, dass mir dabei oftmals der Praxisbezug fehlt um mir wirklich weiter zu helfen. Das möchte ich verbessern.

Welche Themen werde ich behandeln? Mein Ziel ist es, Wissen rund um strategisches, datenorientiertes Marketing zu teilen. Dabei werde ich mich nicht nur auf ein Thema wie Content, Strategie, Automatisierung oder Social Media beschränken, sondern möchte eine breite Wissensbasis schaffen. Dazu werde ich Erfahrungen aus meiner täglichen Arbeit als Leiter des globalen Marketings für die e-Spirit AG teilen, auf interessante Artikel verweisen und aktuelle Ereignisse im Marketingkontext teilen und kommentieren. Viele Themen werden ausführlicher in englischsprachigen Publikationen behandelt. Wenn es sinnvoll ist werde ich diese im Original teilen.